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Ernährungstipps für die Schwangerschaft

Energiebedarf

Der oftmals eingeprägte Satz „Du musst für Zwei essen!“ gilt nicht mehr.
Der Energiebedarf bleibt innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft gleich. Ab dem vierten Monat erhöht sich der Bedarf aufgrund der Gewichtszunahme der Schwangeren. Jetzt besteht ein Mehrbedarf von ca. 255kcal/Tag.
In der gesamten Schwangerschaft kommt es durchschnittlich zu einer Gewichtszunahme von 11kg. Besteht schon vor der Schwangerschaft Untergewicht sollte die Gewichtszunahme mehr als 11kg betragen. Diese Gewichtszunahme sollte durch eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Lebensmitteln erreicht werden.
Diäten sind während der Schwangerschaft strikt abzulehnen.

Erhöhter Bedarf

Einer besonderen Bedeutung kommen während der Schwangerschaft den Eiweißen, den Vitaminen und Mineralstoffen zu.
Besonders ist auf eine ausreichende Folsäurezufuhr zu achten. Gute Quellen stellen Kohlarten, Spinat, Gurken, Tomaten, Paprika, verschiedene Obstarten (Trauben, Orangen, Erdbeeren und Kirschen), Eigelb und Vollkornprodukte dar.
Zudem sollten Sie sich bei Ihrem Arzt, wenn möglich schon vor der Schwangerschaft, über eine mögliche Supplementierung informieren.
Weiterhin ist es wichtig ausreichend Vitamin B aufzunehmen. Der Bedarf lässt sich durch Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte, Milch und Milchprodukte, Fisch-, Hühner- und Schweinefleisch, Eier und verschiedene Gemüsesorten (Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat) decken.
Ihren erhöhten Eisenbedarf können Sie am besten durch den Verzehr von fettarmen Fleischsorten, fettarmer Wurst, Eigelb, Fisch, Getreide und Gemüse (rote Beete, Hülsenfrüchte) decken. Die Aufnahmefähigkeit des Körpers lässt sich durch den gleichzeitigen Verzehr Vitamin-C-haltiger Produkte (z.B. Orangensaft) steigern.
Für eine ausreichende Calciumversorgung sollten Sie fettarme Milchprodukte, calciumreiche Mineralwässer (mehr als 150mg /Liter), Hülsenfrüchte, grünes Gemüse (z.B. Broccoli, Mangold, Grünkohl) und Samen (Sesam, Sonneblumenkerne) verzehren.
Der erhöhte Jodbedarf kann zum einen durch den Verzehr von Meeresfischen und jodiertem Speisesalz gedeckt werden. Zum anderen sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine gegebenenfalls notwendige Supplementierung sprechen.
Ihre Zinkversorgung können Sie durch den Verzehr von Fleisch, Milch- und Milchprodukten, Fisch und Meeresfrüchten sicherstellen.

 
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